• Plastisch-rekonstruktive Eingriffe zur Beckenbodenstraffung — vordere Kolporrhaphie, Kolpoperineolevatoplastik. Diese Verfahren stellen die Basis der vaginalen Deszensuschirurgie dar. Der Eingriff umfasst 2 Schritte:
- Vordere Scheidenplastik (vordere Kolporrhaphie): Raffung der pubozervikalen bzw. vesikovaginalen Faszie mittels resorbierbarer Einzelknopfnähte.
Bei begleitender Belastungsinkontinenz kann dieser Eingriff durch ein suburethrales Schlingensystem (TVT-O) ergänzt werden (auch als Einzeleingriff möglich).
- Perineolevatoplastik: Anatomische Rekonstruktion der hinteren Vaginalwand, des M. levator ani und des Dammkörpers zur dauerhaften Prolapsprävention.
• Verfahren zur Verstärkung des uterinen Bandapparats und Wiederherstellung der physiologischen Anteflexion durch Raffung der Ligamenta cardinalia/sacrouterina vor der Portio. Hierzu zählen die Manchester-Operation (Fothergill-OP) und die Zervikopexie nach Shirodkar.
• Obliterierende Operationsverfahren (mediane Kolporrhaphie nach Neugebauer-Le Fort / Kolpokleisis). Da die Vagina verschlossen wird und ein Koitus postoperativ nicht mehr möglich ist, bleibt dieser Eingriff älteren Patientinnen ohne Sexualfunktion vorbehalten.
• Vaginale Hysterektomie mit simultaner vorderer und hinterer Plastik: Ein bewährtes Verfahren bei vollständigem Uterusvorfall (Procidentia uteri).
• Sakrospinale Fixation nach Richter-Amreich: Etabliertes Verfahren bei apikalem Prolaps. Die Zervix oder der Scheidenstumpf wird einseitig am Ligamentum sacrospinale fixiert, was ein erneutes Tiefertreten zuverlässig verhindert.
Jahr: 2020 Mediane Kolporrhaphie nach Neugebauer-Le Fort
Jahr: 2017 LAVH, Vordere und hintere Kolporrhaphie