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Extrauteringravidität (EUG / Ektopische Schwangerschaft)

Die Behandlung einer Extrauteringravidität kann prinzipiell operativ oder medikamentös erfolgen. Beide Verfahren erfordern eine stationäre Überwachung.
Für die medikamentöse Therapie wird ein Zytostatikum (Methotrexat) eingesetzt, welches die Zellteilung hemmt. Damit dieser Ansatz infrage kommt, müssen strenge Voraussetzungen erfüllt sein:
• niedriger Serum-Beta-hCG-Wert;
• kleiner ektoper Fruchtsack ohne nachweisbare embryonale Herzaktion im Ultraschall.
Es muss berücksichtigt werden, dass Zytostatika mit erheblichen Nebenwirkungen und toxischen Risiken einhergehen können. Aufgrund schwankender Erfolgsraten und des Risikos schwerer Komplikationen verzichte ich in meiner klinischen Praxis auf die medikamentöse Therapie sowie auf die lokale Injektion während einer Laparoskopie.

Die Laparoskopie bei Extrauteringravidität ist der Goldstandard.

Im Rahmen der Laparoskopie kann der Eileiter organerhaltend therapiert (Salpingotomie/Fimbrioplastik) oder entfernt werden (Salpingektomie). Eine Salpingektomie ist bei ausgeprägter Zerstörung der Tube, Ruptur oder rezidivierender EUG im selben Eileiter indiziert. Das Vorgehen wird individuell mit der Patientin unter Berücksichtigung von Sicherheit und zukünftigem Kinderwunsch abgestimmt.

Dieser Abschnitt zeigt verschiedene Eingriffe mit Organerhalt, Tubenrekonstruktion und das Management seltener Lokalisationen.


Laparoskopie bei EUG mit Wiederherstellung der Eileiterdurchgängigkeit




Extrauteringravidität und Hydrosalpinx




Extrauteringravidität mit Organerhalt der Tube


Das Video zeigt eine von unserem Team durchgeführte Sanierung einer ektopen Schwangerschaft mittels einer besonders schonenden, organerhaltenden Methode. Auf der Gegenseite lag eine seltene angeborene Fehlbildung vor: eine ausgeprägte Verkürzung des Ligamentum infundibulopelvicum mit Dystopie der Adnexe. Es erfolgte eine partielle Mobilisation des Eileiters.



Abdominalgravidität (Bauchhöhlenschwangerschaft)


Jahr: 2020  Komplexe Kasuistik: EUG im Tubenstumpf


Aufnahme mit Verdacht auf rechtsseitige Tubargravidität. Fünf Jahre zuvor war der linke Eileiter alio loco laparoskopisch entfernt worden.

Geplantes Vorgehen: Salpingotomie rechts. Bei der Laparoskopie zeigten sich ca. 200 ml Hämoperitoneum mit Koageln. Das Sigma war mit dem Uterusfundus und dem linken Tubenwinkel adhärent; das linke Ovar in ein dichtes Adhäsionskonglomerat eingebettet. Die rechten Adnexe waren an der Beckenwand fixiert.

Nach Koagelentfernung zeigte sich die rechte Tube unauffällig. Die Blutungsquelle lag im Bereich der linken Adnexe. Nach Adhäsiolyse und Eröffnung des Douglas-Raumes fand sich die Fruchthöhle im Bereich des fimbrialen Tubenstumpfes der Voroperation. Der Stumpf samt Schwangerschaftsgewebe wurde reseziert und das linke Ovar mobilisiert.

Rechtsseitig wurden Adhäsionen gelöst; im rechten Ovar zeigte sich ein regelrechtes Corpus luteum (Ovulationsstigma). Die Patientin konnte am Folgetag wohlauf entlassen werden.

Klinischer Schritt 1 Klinischer Schritt 2 Klinischer Schritt 3 Klinischer Schritt 4 Klinischer Schritt 5 Klinischer Schritt 6 Klinischer Schritt 7 Klinischer Schritt 8 Klinischer Schritt 9 Klinischer Schritt 10 Klinischer Schritt 11 Klinischer Schritt 12 Klinischer Schritt 13 Klinischer Schritt 14

Jahr: 2020  EUG bei Perforation und intraabdomineller Dislokation einer Spirale (IUP)


Patientin mit einwöchigen ziehenden Unterbauchschmerzen. Anamnese: Vor 6 Monaten IUP-Einlage, seither anhaltende Schmerzen.

Sonographisch: Uteruscavum leer, freie Flüssigkeit im Douglas-Raum. Im CT zeigte sich die vollständige Uterusperforation mit Dislokation des IUP in das kleine Becken.

Laparoskopischer Befund: Rechtsseitige Tubargravidität (Salpingektomie rechts). Das dislozierte IUP wurde hinter dem Uterus im Omentum majus lokalisiert und entfernt. Entlassung am Folgetag.

Spirale Dislokation 1 Spirale Dislokation 2 Spirale Dislokation 3 Spirale Dislokation 4 Spirale Dislokation 5 Spirale Dislokation 6

Jahr: 2019  Gefährliche interstitielle EUG (im Tubenwinkel)


Seltene und gefäßreiche Form einer ektopischen Schwangerschaft im interstitiellen Tubenabschnitt am Uterushornbereich.

Interstitielle Gravidität 1 Interstitielle Gravidität 2 Interstitielle Gravidität 3

Jahr: 2020  Intramurale EUG mit temporärem Clipping der Uterinarterien


Implantation im intramuralen Tubenanteil nahe dem Cavum uteri. Zur Vermeidung einer massiven Blutung erfolgte vor der Resektion das temporäre laparoskopische Klippen der Arteriae uterinae.

Intramuraler Befund 0 Intramuraler Befund 1 Intramuraler Befund 2 Intramuraler Befund 3 Intramuraler Befund 4 Intramuraler Befund 5 Intramuraler Befund 6 Intramuraler Befund 7

Jahr: 2020  Rechte Tubargravidität: Organerhalt und Fimbrioplastik


Sanierung der Tubargravidität mit vollständigem Erhalt des Eileiters und mikrochirurgischer Rekonstruktion des Fimbrientrichters.

Fimbrioplastik 1 Fimbrioplastik 2 Fimbrioplastik 3 Fimbrioplastik 4 Fimbrioplastik 5 Fimbrioplastik 6 Fimbrioplastik 7 Fimbrioplastik 8 Fimbrioplastik 9 Fimbrioplastik 10

Jahr: 2013  Tubenruptur bei EUG mit hämorrhagischem Schock


Notfalllaparotomie nach Pfannenstiel bei akuter Tubenruptur und schwerer intraabdomineller Blutung; Durchführung einer Salpingektomie.

Notfalleingriff 1

Jahr: 2007  Tubargravidität


Kasuistik 2007 1 Kasuistik 2007 2 Kasuistik 2007 3 Kasuistik 2007 4